Queijada da Madeira - typisches Gebäck auf Madeira
Die Queijada da Madeira (ke(j)ˈʒa.dɐ) ist eines der bekanntesten traditionellen Backwaren der Insel: kleine, flache Käseküchlein mit cremigem Kern, leicht karamellisierter Oberfläche und zarter, buttriger Hülle. In Bäckereien und Konditoreien Madeiras gehören sie seit Generationen zum Alltag — als Frühstücksbegleiter zum Espresso, als Mitbringsel für Besucher oder als nostalgische Erinnerung an conventuelle (klösterliche) Backtraditionen.
Herkunft und historische Einordnung
Die Wurzeln der Queijada sind in Portugal allgemein sehr alt und reichen — je nach Region — bis in die konfessionelle (Kloster-) Backtradition zurück. Viele portugiesische Süßspeisen entstanden in Klöstern, in denen einfache, haltbare Zutaten wie Eier, Milchprodukte und Zucker zu feinen Süßspeisen verarbeitet wurden. Die Queijada auf Madeira etablierte sich als lokale Variante mit Requeijão (einem weichen Frischkäse) als zentraler Zutat; Belege für die Präsenz von Queijadas in historischen Speiseverzeichnissen und regionalen Traditionen finden sich in einschlägigen Sammlungen traditioneller Produkte.
Auf Madeira sind Queijadas besonders mit Orten wie Funchal und der Gemeinde Santa Cruz verbunden, wo die Spezialität seit langem angeboten wird. Regional geprägte Teigrezepturen und die Verwendung von lokalem Requeijão unterscheiden die inseltypische Queijada von anderen Queijada-Varianten auf dem portugiesischen Festland.
Auf Madeira sind Queijadas besonders mit Orten wie Funchal und der Gemeinde Santa Cruz verbunden, wo die Spezialität seit langem angeboten wird. Regional geprägte Teigrezepturen und die Verwendung von lokalem Requeijão unterscheiden die inseltypische Queijada von anderen Queijada-Varianten auf dem portugiesischen Festland.
ein typischer Queijada da Madeira aus der Pastelaria Boutique Lido in Funchal
Typische Zutaten und klassische Zubereitung
Die klassische Rezeptur der Queijada da Madeira ist einfach, verlangt jedoch handwerkliches Feingefühl für Teigruhe und Backtemperatur. Typische Bestandteile sind:
Die Qualität des Requeijão bestimmt maßgeblich das Aroma: je frischer und sahniger der Frischkäse, desto runder und feiner die Queijada. Manche traditionelle Bäcker lassen die Teigscheiben oder Förmchen nach dem Backen leicht ruhen, damit der Kern sich setzen kann — das verbessert die Textur beim Abkühlen. requejema.com
- Für den äußeren Teig (Mürbeteig): Weizenmehl, Butter, etwas Zucker; der Teig wird geknetet, gekühlt und zu kleinen Formen geformt.
- Für die Füllung: Requeijão (weicher Frischkäse), Zucker, viele Eigelbe (manchmal ganze Eier), Eiweiß, gelegentlich etwas Mehl oder Semmelmehl zur Stabilisierung; die Mischung wird sehr glatt gerührt und in die vorbereiteten Formen gefüllt.
- Backen: bei relativ hoher Temperatur so lange, bis die Oberfläche leicht gebräunt bzw. karamellisiert ist und der Kern noch saftig bleibt.
Die Qualität des Requeijão bestimmt maßgeblich das Aroma: je frischer und sahniger der Frischkäse, desto runder und feiner die Queijada. Manche traditionelle Bäcker lassen die Teigscheiben oder Förmchen nach dem Backen leicht ruhen, damit der Kern sich setzen kann — das verbessert die Textur beim Abkühlen. requejema.com
Woher kommt der Name „Queijada“?
Der Name leitet sich vom portugiesischen Wort queijo (Käse) ab; queijada bezeichnet demzufolge eine Backware mit Käseanteil. In Portugal existieren zahlreiche Queijada-Varianten (z. B. Queijadas de Sintra, Açores, Évora), die sich in Form, Konsistenz und Füllung unterscheiden. Die Madeirense-Variante wird daher als Queijada da Madeira oder Queijada Madeirense geführt, um die regionale Besonderheit zu markieren
Varianten & moderne Interpretationen
Auf Madeira findet man neben der klassischen Queijada auch Varianten mit zusätzlichen Aromen (Zitrone, Vanille) oder reduzierter Süße; einige Konditoren experimentieren mit kleineren Portionen, Blätterteig-Hüllen statt Mürbeteig oder leicht gebräunter „Crème brûlée“-artigen Oberflächen. Dennoch bleibt die traditionelle Fassung mit Requeijão, Eiern und Zucker die Referenz.
Queijada da Madeira in Variation Maracuja aus der Pastelaria Boutique Lido in Funchal
Queijada als "Frutas Vermelhos" rote Früchte aus der Pastelaria Boutique Lido in Funchal
Wo Queijadas auf Madeira zu finden sind
Queijadas werden in Bäckereien, Konditoreien und auf lokalen Märkten angeboten; viele touristische Orte führen sie in der Auslage, sodass Besucher die Spezialität frisch probieren können. Für authentische Erfahrungen empfiehlt sich der Besuch kleiner Handwerksbäckereien abseits der Hauptpromenaden, wo Rezepte oft seit Jahrzehnten in Familien weitergegeben werden.
Queijada Variation Ananas aus der Pastelaria Boutique Lido in Funchal
Ist Queijada das Gleiche wie Pastel de Nata?
Nein. Beide sind portugiesische Süßspeisen, aber Pastéis de Nata sind Blätterteigtörtchen mit Sahne-Eigelb-Creme, während Queijadas einen Käse-/Requeijão-Kern und eine unterschiedliche Teigbasis haben.
Sind Queijadas vegan-freundlich oder laktosefrei?
Traditionelle Queijadas enthalten Requeijão (Milchprodukt) und viele Eier; sie sind nicht vegan und auch nicht laktosefrei. Manche Konditoren bieten moderne Alternativen an, das ist jedoch nicht die Regel.
