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Infos und Daten zur Insel Madeira

Madeira vereint auf kompaktem Raum hohe ökologische und landschaftliche Qualität mit einer wachsenden, touristisch stark geprägten Wirtschaft. Daten zu Fläche, Bevölkerung, Gipfeln, Levadas und Tourismus zeigen klar: die Insel ist klein in der Ausdehnung, groß in der Vielfalt — mit steigender Popularität, wachsenden Besucherzahlen, spürbarem Druck auf den Wohnungsmarkt und einer allseitig ausgeprägten Ausrichtung auf Tourismuswirtschaft und Dienstleistungen.

Lage

Die Insel Madeira liegt ca. 100km nördlich der Kanarischen Inseln, gehört aber zu Portugal als autonome Region. Sie liegt in etwa in der Höhe von Casablanca in Afrika. Daher gibt es auch viele Kreuzfahrten "Kanaren mit Madeira" wobei der Aufenthalt auf Madeira der Größte ist mit rund 1,5 Tagen. Auch ist Madeira oft der letzte Halt vor einer Transatlantikreise.

Größenvergleich

Wie groß ist Madeira im Vergleich zu Deutschland? Deutschland ist von der Fläche rund 450 Mal größer als die Insel Madeira.

Madeira ist fast so groß wie Berlin und ist geringfügig größer als Hamburg.

Größe

Madeira ist eine kompakte, markant gebirgige Insel im Nordost-Atlantik mit großer landschaftlicher Vielfalt auf vergleichsweise kleinem Raum. Die Fläche der Hauptinsel beträgt rund 741 km²; die Insel zieht sich von Ost nach West über etwa 57 km und erreicht an der breitesten Stelle knapp 22 km. Trotz der geringen Ausdehnung ist das Relief extrem gegliedert: steile Küsten, tiefe Täler und ein zentrales Bergmassiv bestimmen das Landschaftsbild und erzeugen starke lokale Klimavariationen.

Rund 56.700 Hektar, was etwa 567 km² entspricht und ca. 67% ausmacht, ist ein Naturpark in dem nicht gebaut werden darf. Natur pur mit einer gigantischen Artenvielfalt.

Hochsaison

Die touristische Hochsaison erstreckt sich traditionell von Frühling bis Herbst, mit Spitzen im Hochsommer; gleichzeitig hat Madeira durch den ganzjährigen milden Charakter und die aktive Bewerbung als Ganzjahresziel eine immer weniger stark ausgeprägte Saisonalität, sodass auch Frühlings- und Herbstmonate hohe Belegungsraten erreichen.

Kreuzfahrtsaisons und spezifische Veranstaltungszeiten (z. B. Blumenfest, Silvesterfeier in Funchal) bringen zudem Spitzen zu besonderen Zeiten.

Preislich ist zwischen Weihnachten und Neujahr die begehrtes und teuerste Zeit auf der Insel. Meist sind in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr alle Hotels ausgebucht.

Weitere Hochsaison ist das Blumenfest und Carnaval (Karneval / Fasching). Bei diesen Festen gibt es große Straßenparaden und alles ist aufwendig geschmückt.

Zum Carnaval gibt es in der Hauptstadt zahlreiche Buden wie in Deutschland auf den Weihnachtsmärkten, wo Poncha und andere leckere Sachen verkauft werden.
Funchal ist das demografische und wirtschaftliche Zentrum der Region. Die Stadt (Município Funchal) umfasst ca. 76 km² und weist eine Einwohnerzahl im Bereich von gut 100.000 Bewohnern (städtische Agglomeration/Einzugsbereich noch deutlich höher) — somit ist Funchal in seiner Bevölkerungsdichte mit mittelgroßen bis großen deutschen Städten vergleichbar.

Während die dichtesten Stadtteile mehrere Tausend Einwohner pro Quadratkilometer erreichen, gehen die Dichten in den Berggemeinden der Insel deutlich zurück; die Bevölkerung ist insgesamt stark auf den südlichen Küstenstreifen konzentriert.

Naturpark Madeira

Der Naturpark Madeira hat eine sehr große Bedeutung für die Insel – flächenmäßig, ökologisch und im Hinblick auf die touristische Entwicklung. Der Geschäftszweig „Naturtourismus“ profitiert massiv von einem so gut geschützten Kern, und gleichzeitig setzt der Schutz echte Grenzen für Bebauung und intensive Nutzung in natürlichen Bereichen.
Ein großer Teil Madeiras, nämlich etwa 67 % der Insel, ist Teil des „Parque Natural da Madeira“ (Naturparks Madeira). Das heißt, mehr als zwei Drittel der Landfläche stehen unter Schutz und unterliegen verschiedenen Schutz-Stufen, von sehr strengem Naturschutz über geschützte Landschaften bis zu Pufferzonen mit kontrollierter menschlicher Nutzung. (Quelle: regionale Behörden.)

Konkret umfasst dieser Naturpark rund 56.700 Hektar, was etwa 567 km² entspricht — eine erhebliche Fläche, wenn man bedenkt, dass die gesamte Insel etwa 741 km² groß ist. (Nach weiteren Quellen wird auch eine Fläche von etwa 444 km² angegeben, je nachdem, wie streng „Naturpark“ definiert wird.)

Der Naturpark integriert unter anderem die sehr wertvollen Lorbeerwälder (Laurissilva), das zentrale Bergmassiv und auch Küstenabschnitte wie die Landzunge Ponta de São Lourenço. In diesem Schutzgebiet existieren zudem streng geschützte Zonen „Integral Nature Reserves“, geschützte Landschaften und Erholungszonen, so dass einerseits die Natur bewahrt und andererseits ein nachhaltiges, gelenktes Besuchererlebnis ermöglicht wird.
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Auswirkungen des Naturparks auf die Bebauung und Nutzung:
  • Weil so ein großer Teil der Insel unter Schutz steht, schränkt das den baulichen Druck deutlich ein — besonders im Inneren der Insel und in den höher gelegenen Zonen sind Bauprojekte stark reglementiert.
  • Landwirtschaftliche Nutzflächen, insbesondere traditionelle Terrassen („socalcos“), sind innerhalb des Parks oft erhalten, aber mit Vorsicht zu behandeln: Sie dürfen weiter existieren, müssen aber mit Blick auf Landschaftsschutz und Naturschutz betrieben werden.
  • Für den Tourismus hat der Schutzstatus positive Effekte: Er hält die natürlichen Attraktionen intakt (Wälder, Aussichtspunkte, Levadas), was für Wanderer und Naturtouristen sehr attraktiv ist. Gleichzeitig verhindert er einen massenhaften, zerstörerischen Ausbau in sensiblen Gebieten.
  • Die Bewahrung der Biodiversität ist zentral: Der Naturpark schützt endemische Arten, etwa seltener Pflanzen und Vögel, und sichert ökologische Korridore, die für das langfristige Überleben dieser Arten wichtig sind.

Flächenvergleich mit anderen Schutzgebieten weltweit:
Um die geschützte Fläche Madeiras einzuordnen: 567 km² sind relativ klein im Vergleich zu riesigen Nationalparks, aber für eine Insel sehr bedeutsam:
  • Zum Beispiel ist der Yosemite-Nationalpark (USA) mit rund 3 027 km² etwa fünfmal so groß wie der Naturpark Madeira.
  • Der Nationalpark Plitvicer Seen (Kroatien) hat nur etwa 300 km² – der Madeira-Naturpark ist also in seiner Fläche vergleichbar mit mittelgroßen europäischen NP.
  • In Bezug auf Insel-Schutzgebiete ist der Madeira-Naturpark sehr groß: Auf vielen Inseln sind die Naturschutzgebiete deutlich kleiner oder fragmentierter, oft ohne eine zusammenhängende zentrale Schutzfläche wie hier.
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Der Karneval auf Madeira zählt zu den farbenprächtigsten Festen Europas. Straßen und Plätze verwandeln sich in ein Meer aus bunten Kostümen, Konfetti und Samba-Rhythmen. Höhepunkt ist der große allegorische Umzug in Funchal, bei dem fantasievolle Wagen und Samba-Gruppen die Zuschauer begeistern. Ergänzt wird das Spektakel durch den humorvollen „Cortejo Trapalhão“-Umzug, kleinere Paraden in anderen Orten der Insel sowie zahlreiche Straßenfeste. Besucher erleben eine einzigartige Mischung aus karibischem Flair, europäischer Tradition und subtropischem Inselcharme.

Termine 2026: Die Feierlichkeiten finden vom 11. bis 22. Februar 2026 statt, der Hauptumzug am Samstag, 14. Februar, der Spaß-Umzug am Dienstag, 17. Februar.

Bevölkerung

Die demografische Struktur Madeiras zeigt — ähnlich wie in vielen europäischen Regionen — eine alternde Grundbevölkerung mit einem relativ hohen Anteil älterer Menschen (65+).

Zugleich sorgt Zuzug bei bestimmten Alterssegmenten und die anziehende touristische Wirtschaft für eine gewisse Verjüngung in bestimmten Teilmärkten und Stadtteilen, insbesondere dort, wo Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor entstehen.
Die regionalen Bevölkerungsschwerpunkte liegen in wenigen Concelhos (Gemeinden): Funchal, Câmara de Lobos, Santa Cruz, Machico und einige andere beherbergen den Großteil der Einwohner. Vergleichsweise hohe Dichten an der Küste stehen sparsamen Bevölkerungszahlen in den nördlichen und hochalpinen Bereichen gegenüber — ein Muster, das man in Deutschland bei Großstadt-Landkreis-Kontrasten wiederfindet, nur extremer wegen der topografischen Einschränkungen.

Topografie

Topografisch ist Madeira vulkanisch und sehr hochreliefiert: die höchsten Gipfel erreichen knapp 1.860 m (Pico Ruivo ≈ 1.861 m, Pico do Arieiro ≈ 1.818 m). Diese Gipfel, Hochebenen wie Paul da Serra und die zahlreichen tiefen Täler prägen nicht nur die Landschaft, sondern auch das Klima, die Vegetation und die menschliche Besiedlung.

Die Insel verfügt über ein ausgedehntes Bewässerungs- und Levadasystem: das Netz der Levadas — künstliche Wasserkanäle zur Versorgung und Bewässerung — umfasst nach üblichen Zählungen rund 2.000 km Wander- und Bewässerungskanäle; zahlreiche natürliche Quellen und Quellgebiete speisen dieses System, bekannte Stellen wie die „25 Fontes“ sind Teil dieser wasserreichen Infrastruktur.

Höchste Berge

• Pico Ruivo (1.862 m)
• Pico das Torres (1.851 m)
• Pico do Areeiro (1.818 m)
• Bica da Cana (1.620 m)
• Paul da Serra Hochfläche (ca. 1.300–1.500 m)

Entfernungen

Weil Madeira so gebirgig ist, sind Entfernungen zwar kurz, Fahrzeiten aber länger als die reine Distanz vermuten lässt: für Fahrten von einem Inselende zum anderen (z. B. von Ponta de São Lourenço im Osten bis Ponta do Pargo im Westen) muss man mit rund 1 bis 2 Stunden rechnen, je nach gewählter Route, Verkehrslage und Wetter. Viele praktische Verbindungen zwischen Orten an der Südwest- und Nordküste dauern ebenfalls zwischen 30 Minuten und 1,5 Stunden, da Straßen häufig in Tälern verlaufen oder Tunnel genutzt werden.

Gesundheit

Was das Gesundheitssystem betrifft, so gibt es auf Madeira ein regional organisiertes Angebot: die öffentliche Versorgung wird von regionalen Gesundheitsdiensten bereitgestellt (zentrale Krankenhäuser und Primärversorgungszentren in Funchal und in anderen größeren Orten).

Für Residenten ist die Versorgung breit angelegt; Reisende sollten eine passende Auslandskrankenversicherung in Betracht ziehen, insbesondere wenn sie Rücktransporte oder spezialisierte Behandlungen nicht selbst tragen möchten.

Temperaturen

Klimatisch ist die Insel an den Küsten mild-subtropisch: Jahresmitteltemperaturen liegen an der Küste bei etwa 18–19 °C, mit kleinen saisonalen Unterschieden; die Meerestemperaturen schwanken über das Jahr ungefähr zwischen 17 °C (kühleres Frühjahr) und rund 23–24 °C (Spätsommer/Herbst).

Die Insel gehört zu den sonnenreicheren Regionen Europas mit deutlich über 2.000 Sonnenstunden in den Küstenbereichen; Niederschlag fällt überwiegend in den Herbst- und Wintermonaten, während Sommermonate häufig trocken sind. Dadurch ist die Regenwahrscheinlichkeit im Jahresverlauf im Herbst/Winter deutlich höher als im Sommer.

Preise

Preislich liegt Madeira (Portugal allgemein) im Vergleich zu Deutschland, Österreich und ganz besonders zur Schweiz im Mittel niedriger: Alltagskosten wie Lebensmittel, Restaurantbesuche und einige Dienstleistungen sind in Portugal häufig günstiger als in diesen Mitteleuropäischen Ländern.

Allerdings haben steigende Mieten und touristische Preisaufschläge manche lokalen Preise deutlich erhöht, so dass der Unterschied zu teureren deutschen Großstädten schrumpfen kann.

Ein Espresso ist bereits ab 1,20€ erhältlich - Parkgebühren liegen bei 0,20€ je 15 Minuten.
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Kaiserin Elisabeth von Österreich („Sisi“) (1837–1898): Die Kaiserin weilte mehrfach auf Madeira, um ihre Gesundheit zu verbessern. Sie liebte die milden Temperaturen und die Landschaft, die als Kurort für Lungenkrankheiten bekannt war.

Prominente Besucher

Kaiser Karl I. von Österreich (Karl IV.): Der letzte Kaiser von Österreich und König von Ungarn starb 1922 im Exil auf der Insel. Seine letzte Ruhestätte befindet sich im Prazeres-Friedhof in Funchal.

Winston Churchill (1874–1965): Der britische Premierminister besuchte Madeira 1950, um sich zu erholen und die Insel zu malen. Er war ein leidenschaftlicher Maler und hinterließ zahlreiche Skizzen und Aquarelle der Insel.

Weitere europäische Adelige und Diplomaten: Schon im 19. und frühen 20. Jahrhundert nutzten Mitglieder europäischer Königshäuser Madeira als Rückzugsort oder Kuraufenthalt, wegen des milden Klimas und der gesunden Luft.

Madeira Wein

Der Madeira-Wein ist das bekannteste Exportprodukt der Insel. Er wird aus einheimischen Rebsorten wie Sercial, Verdelho, Bual und Malvasia hergestellt. Einzigartig ist das Produktionsverfahren: Der Wein wird erhitzt und über Jahre gelagert, was ihm seinen unverwechselbaren nussigen Geschmack, seine karamelligen Noten und seine außergewöhnliche Haltbarkeit verleiht.

Madeira-Wein hat eine lange Geschichte als Luxusgetränk: Schon die europäischen Höfe und amerikanische Kaufleute schätzten ihn. Heute kann man auf der Insel zahlreiche Weinkellereien besuchen, wo man den Produktionsprozess miterleben und die verschiedenen Weinsorten verkosten kann.

Madeira Rum

Neben Wein ist Madeira auch für seinen Rum bekannt. Hergestellt aus Zuckerrohrnebenprodukten, zeichnet er sich durch kräftiges Aroma und leichte Süße aus. Besonders in traditionellen Bars oder bei lokalen Festen wird der Rum pur oder als Zutat für Cocktails genossen. Wer die Herstellung kennenlernen möchte, findet auf der Insel mehrere Rumfabriken, die Führungen und Verkostungen anbieten, wie etwa die Engenho da Calheta.

Einfluss der Religion

Kulturell und gesellschaftlich ist Madeira traditionell stark katholisch geprägt; Volksfeste, Prozessionen und kirchliche Bräuche prägen noch immer das öffentliche Leben, auch wenn die regelmäßige kirchliche Teilnahme wie in vielen westeuropäischen Regionen zurückgegangen ist.

Sicheres Urlaubsland

Madeira gilt als eine sehr sichere Region; die Kriminalität ist insgesamt moderat. Wie in touristischen Zentren treten vor allem Gelegenheitsdelikte wie Taschendiebstahl vereinzelt in Häfen und stark frequentierten Innenstadtbereichen auf, schwere Gewaltdelikte sind selten. Die Sicherheitslage erlaubt im Allgemeinen ein unbeschwertes Reisen, trotzdem empfiehlt sich übliches Vorsichtsverhalten in belebten Bereichen.

Geschichte

Madeira war ursprünglich unbewohnt, bis portugiesische Entdecker im Jahr 1419 die Insel entdeckten. João Gonçalves Zarco und Tristão Vaz Teixeira erkundeten die zerklüftete Küste und gründeten die ersten Siedlungen. Unter der portugiesischen Krone wurde die Insel schnell zu einem wichtigen Handelsposten im Atlantik. Anfangs war Zuckerrohr das wichtigste Wirtschaftsgut, das Madeira zu internationalem Wohlstand verhalf.

Später erlangte die Insel Weltruhm durch den Madeira-Wein, der bereits im 16. und 17. Jahrhundert auf europäischen Märkten begehrt war. Die strategische Lage Madeiras machte sie außerdem zu einem Zwischenstopp für Seefahrer auf dem Weg nach Afrika, Indien und Amerika. Heute ist Madeira ein kulturelles und touristisches Zentrum, das Tradition und Moderne miteinander verbindet.

Tropische Früchte

Dank des subtropischen Klimas und der fruchtbaren Böden ist Madeira ein Paradies für den Anbau tropischer Früchte:
  • Bananen: Kleine, besonders süße Bananen sind eines der wichtigsten Agrarprodukte. Sie werden lokal verzehrt und auch exportiert.
  • Maracuja (Paradiesfrucht): Die leuchtend gelben Früchte werden frisch, als Saft oder in Desserts verwendet. Maracuja ist fester Bestandteil der lokalen Küche und auf nahezu allen Märkten präsent.
  • Weitere Früchte wie Papaya, Mango und Ananas bereichern die Insel kulinarisch und sorgen für ein tropisches Flair.

Sprache

Auf Madeira ist die Amtssprache Portugiesisch, genau wie auf dem Festland von Portugal. Grundsätzlich verstehen und sprechen die Einheimischen also das Standardportugiesisch, das auch in Portugal offiziell gelehrt und verwendet wird.
Allerdings gibt es einige Besonderheiten:
  • Madeirischer Dialekt: Auf Madeira wird ein regionaler Dialekt des Portugiesischen gesprochen, der sich in Aussprache, Intonation und einigen Wortschatzunterschieden vom Standardportugiesisch unterscheidet.
  • Merkmale: Typisch sind weichere Konsonanten, häufiges Verschlucken von Endungen und bestimmte traditionelle Ausdrücke, die nur auf den Inseln verwendet werden.
  • Vergleich mit Brasilien: Im Gegensatz zum brasilianischen Portugiesisch ist die Aussprache näher am europäischen Portugiesisch. Der Wortschatz auf Madeira unterscheidet sich nur punktuell, zum Beispiel bei alten landwirtschaftlichen Begriffen oder lokalen Bezeichnungen für Lebensmittel und Flora.
  • Alltagssprache: In Städten wie Funchal hört man das Standardportugiesisch klarer, auf dem Land wird der Dialekt stärker ausgeprägt.

Mobilität

Mobilität und Fahrzeugbestand sind für eine Insel dieser Größe bemerkenswert hoch: es gibt auf Madeira eine dichte Fahrzeugnutzung inklusive einer starken Nachfrage nach Mietwagen für Touristinnen und Touristen.

Jährliche Neuzulassungen und Gebrauchtwagenumschichtungen bewegen sich in den Tausenderbereichen; der Mietwagenmarkt ist für die Touristensaison besonders relevant.
Museum Cristiano Ronaldo Funchal
Madeirenser sind stolz auf ihre Insel, was sich auch in den über 30 Museen und Ausstellungen auf der Insel zeigt.

Dort wird die Geschichte der Insel erzählt und dokumentiert, aber auch die von Rum, Rohrzucker, Bananen, Handwerk, Kunst, Fotografie, Stickerei und natürllich dem berühmten Madeira-Wein.

Selbst Cristiano Ronaldo ist ein Museeum in Funchal gewidmet, mit Trophäen, Fotos und persönlichen Erinnerungsstücken.
Cristiano Ronaldo Statue auf Madeira

Sport Meisterschaften

Madeira ist ein beliebter Austragungsort und Trainingsort für Sportler aller Disziplinen – dank der abwechslungsreichen Topografie, des milden Klimas und moderner Sportanlagen. Die Insel bietet sowohl internationale Wettkämpfe als auch Trainingslager für Profi-Teams.
  • Fußball: Madeira ist die Heimat von Cristiano Ronaldo, einem der besten Fußballspieler der Welt. Die Insel hat auch lokale Vereine wie den C.S. Marítimo und C.F. Nacional, die regelmäßig in nationalen und internationalen Wettbewerben antreten. Internationale Mannschaften nutzen Madeira oft als Trainingslager, insbesondere in der Wintersaison.
  • Leichtathletik: Madeira veranstaltet regelmäßig Leichtathletik-Wettkämpfe und Trainingscamps, die sowohl Einheimische als auch internationale Athleten anziehen. Die bergige Landschaft eignet sich ideal für Ausdauer- und Höhenanpassungstraining.
  • Triathlon: Die Kombination aus Meer, Bergen und mildem Klima macht Madeira zu einem Top-Standort für Triathlon-Events. Der Madeira Triathlon zieht jährlich internationale Teilnehmer an, die auf anspruchsvollen Routen schwimmen, Rad fahren und laufen.
  • Golf: Madeira bietet mehrere hochklassige Golfplätze wie Palheiro Golf und Santo da Serra Golf Club, die sowohl Profis als auch Amateuren das Spiel in spektakulärer Kulisse ermöglichen. Auf der Insel finden regelmäßig Golfturniere statt, darunter auch internationale Wettkämpfe.
  • Trailrunning & Bergsport: Besonders beliebt sind Ultra-Trail-Rennen wie der Madeira Island Ultra Trail, die anspruchsvolle Strecken durch die Berge und Wälder der Insel bieten.
  • Segeln & Wassersport: Funchal und Porto Santo sind bekannte Austragungsorte für Regatten, Surfwettkämpfe und andere maritime Events.
Madeira zieht Sportler weltweit an, nicht nur für Wettkämpfe, sondern auch für Trainingslager in angenehmem Klima mit abwechslungsreicher Naturkulisse. Die Kombination aus Meer, Bergen und tropischer Vegetation macht die Insel zu einem der vielseitigsten Sportstandorte Europas.

Wohnsitz Madeira

Die Nachfrage nach Wohnsitznahme bzw. Umsiedlung nach Madeira ist in den letzten Jahren gestiegen: sowohl portugiesische Binnenzuzüge als auch internationale Zuwanderung (Expat-Community, Rentner, Digital-Nomads) sorgen für ein Bevölkerungswachstum in der Region. Das führt zu spürbarem Druck auf den lokalen Wohnungsmarkt: Mietpreise, vor allem in Funchal und beliebten Küstenorten, sind in den letzten Jahren merklich gestiegen.

Marktberichte und Inserate zeigen, dass Mieten und Kaufpreise in vielen Segmenten deutlich zugelegt haben; Kurzzeitvermietungen und internationale Nachfrage verstärken diesen Effekt und erschweren die Verfügbarkeit von langfristigen, bezahlbaren Wohnungen.

Deutsches Konsulat

Honorar-Konsul Madeira Funchal
Honorakonsul der Bundesrepublik Deutschland
Sérgio Filipe Correia Sousa

Edificio Concordia
R. do Amparo 26 Bloco G
São Martinho
9000-774 Funchal

+351 291707280
funchal@hk-diplo.de

Typische Touristen

Das typische Besucherprofil hat sich in den letzten Jahren diversifiziert. Lange Zeit dominierten ältere Gäste (Best-Ager) das Bild, inzwischen aber gewinnen aktive Zielgruppen — Wanderer, Paare mittleren Alters und jüngere Reisende — an Bedeutung; das mittlere Besucheralter ist daher tendenziell etwas gesunken, bleibt aber stark vom Herkunftsmarkt und der Saison abhängig. Die wichtigsten Quellmärkte sind klassische europäische Länder: Großbritannien, Deutschland, Frankreich und weitere zentraleuropäische Staaten gehören regelmäßig zu den Top-Herkunftsregionen.

Rekordjahr 2024

Der Tourismussektor ist ein dominierender Wirtschaftsfaktor. In den zuletzt verfügbaren Jahresdaten (2024) wurde ein Rekordjahr registriert: rund 2,2 Millionen Gäste in touristischer Beherbergung und mehrere Millionen Übernachtungen (die Jahreszahlen stiegen gegenüber Vorjahren deutlich an). Hinzu kommen starke Kreuzfahrtströme: im Rekordjahr wurden erstmals über 700.000 Kreuzfahrtpassagiere verzeichnet; viele dieser Gäste sind Tagesbesucher mit kurzen Aufenthaltsdauern in Funchal, was die Charakteristik ihrer Ausgaben und ihr Einflussmuster auf die lokale Wirtschaft anders macht als jene der klassischen Hotelgäste. Insgesamt zeigt sich seit einigen Jahren eine klare Tendenz zu mehr Flugankünften, wachsenden Passagierzahlen am Flughafen und einer stärkeren Saisonauslastung.
Die hier angebotenen Reiseleistungen werden durch das
Reisebüro travianet GmbH vermittelt.
travianet GmbH
Geschäftsführer: Jürgen Weickl
Angermühle 8a | 94469 Deggendorf | Deutschland
Ust-ID-Nr.: DE 246 652 677
Handelsregister-Nr.: HRB 2873
Registergericht: Amtsgericht Deggendorf
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